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Schadstoffmüllentsorgung am Knielinger See- Zeugen gesucht!

16.12.2017

Es war ein Anblick, der bei den Teilnehmern der heutigen Gewässerbegehung am Knielinger See für Wut und Unverständnis sorgte.

Eine ca. 1,50 m lange Kiste mit alten Leuchtstoffröhren schwamm – durch das derzeitige Hochwasser bedingt- im Knielinger See umher.

Entsorgt wurde die Kiste nur wenige hundert Luftmeter entfernt von der Wertstoffstation am Rheinhafen.

Ob hier jemand aufgrund einer Warteschlange bei der Wertstoffstation oder aufgrund der Entsorgungskosten von 0,60 Euro je Leuchtstoffröhre, diese möglicherweise im nahegelegenen Naturschutzgebiet entsorgte ist unklar.

Fakt ist, auch die relativ geringe Menge von circa 2 Milligramm des giftigen Schwermetalls Quecksilber pro Leuchtkörper muss umweltgerecht entsorgt werden.

Vor allem Fische, Greif- und Wasservögel sind oft stark mit Quecksilber belastet. Über den Fischkonsum reichert sich das Schwermetall schließlich auch im menschlichen Körper an. Dort wird es nur schwer wieder abgebaut.

Zersplitterte Leuchtstoffröhren können am Gewässergrund auch Fische massiv verletzen.

Gewässerwart Robert Trutter informierte direkt nach der Gewässerbegehung Vizepräsident Joachim Meyer. Gemeinsam mit weiteren Helfern des AVK, konnte die Kiste schließlich geborgen werden und im Wertstoffhof einer legalen Entsorgung zugeführt werden.

Ein kleines aber wichtiges Beispiel dafür, welchen wichtigen Beitrag unsere Angler immer wieder in Sachen Naturschutz leisten.

Unklar bleibt, wie lange die Leuchtstoffröhren dort schon lagen. Wer konkrete Beobachtungen gemacht hat oder Auskunft erteilen kann woher die Leuchtröhren kommen, kann sich gerne an den AVK wenden.

Auf den Täter warten laut Umwelt-Bußkatalog bis zu 300 Euro Strafe. Unserer Ansicht nach viel zu gering für den Schaden, welche die Leuchtstoffröhren hätten verursachen können!


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