Anglerverein Karlsruhe e.V.

Sie befinden sich auf: Bruthaus > Wasseraufbereitung

Die Wasseraufbereitungsanlage im Bruthaus

Wasseraufbereitung & Technik im Bruthaus

Eine konstant hohe Wasserqualität und verlässliche Systemtechnik sind das Fundament für eine erfolgreiche Aufzucht unserer Jungfische. Die gesamte Anlage wurde in rein ehrenamtlicher Eigenarbeit von den Mitgliedern unseres Vereins geplant, aufgebaut und wird bis heute vollständig ehrenamtlich betrieben und betreut.

Funktionsweise der Wasseraufbereitungsanlage

Die Aufbereitungsstufen im Überblick

  • Enteisenung durch Oxidation & Filtration:
    Unser Brunnenwasser wird über zwei selbstansaugende Blockpumpen gefördert. Um das gelöste, zweiwertige Eisen zu entfernen, wird das Rohwasser im Oxidator (Luft-Wasser-Mischer) mit Kompressorluft vermischt. Der eingebrachte Luftsauerstoff oxidiert das Eisen in seine filtrierbare dreiwetige Form. Anschließend halten parallel geschaltete Quarzkiesfilter das oxidierte Eisen zurück.  

  • Sauerstoffanreicherung & natürliches Gefälle:
    Eine Förderpumpe leitet das aufbereitete Wasser in den 3 Meter höher gelegenen Reinwasserbehälter. Dort bläst ein Gebläse über Edelstahlrohre („Flöten“) Luft ein. Durch den mitgerissenen Wasserstrom wird das Wasser entgast und eine Sauerstoffsättigung von bis zu 100 % erreicht. Aus dieser Höhe fließt das Wasser mit freiem Gefälle stetig und energiesparend in die Brutbeck

Sicherheit & Anlagenschutz

Um das Überleben von bis zu 150.000 Jungfischen jederzeit zu garantieren, ist das System redundant abgesichert:

  • Notstromaggregat: Schaltet bei Netzausfall automatisch zu und versorgt sämtliche kritischen Komponenten (Pumpen, Kompressor, Kühlung)

Darüber hinaus warnt ein Wassermangel-Alarmsystem bei Absenkungen des Wasserstands. 

 Wartung & Qualitätssicherung

Der reibungslose Betrieb der komplexen Anlage erfordert auch außerhalb der Aufzuchtphase viel Einsatz. Unser ehrenamtliches Technik-Team führt während der Saison regelmäßige Funktionsprüfungen durch – darunter  Filterrückspülungen, chemische Wasseranalysen zur Kontrolle der Eisenwerte sowie Routinechecks der Förderpumpen und Kompressoren.

Nach Abschluss der Saison im Frühjahr wird die gesamte Anlage in Eigenleistung gründlich gewartet, gereinigt und für den nächsten Durchgang vorbereitet.